#Hashtagmania

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Hashtag WebOwls

Seit Twitter 2007 auf den # gekommen ist, wird dieser mehr als überstrapaziert.

In meinen Seminaren bemerke ich aber, dass „normale Internetuser“ und damit meine ich Menschen, die sich schon ein paar Jahre in sozialen Medien aufhalten – aber weit entfernt von Nerds sind – durchaus Probleme bei der Verwendung von Hashtags haben. Viele wissen gar nicht, was das ist oder wofür es verwendet wird.

Nun, gleich einmal vorweg, viele affine social media-Nutzer, die Hashtags verwenden, tun dies oft im falschen Kanal oder mit fragwürdigem Nutzen oder übertrieben, so dass es unseriös wirkt.

Deswegen hier einmal die Wikipedia Erklärung für Hashtag:

Ein Hashtag [„#“] ist ein Schlagwort in Benutzung, als solches gekennzeichnet durch den Hinweis auf die Existenz einer Definition. Die so ausgezeichnete Zeichenkette fungiert (pragmatisch) als Meta-Tag und Meta-Kommentierung. Diese Form der Verschlagwortung erfolgt innerhalb des Fließtextes. Soziale Netzwerke wie Pinterest, Facebook und Mikroblogging-Dienste wie Twitter nutzen diese Angaben, um die Suche innerhalb ihres Netzwerks nach so verschlagworteten Begriffen zu erleichtern.

Ein Hashtag hat dieselbe Funktion wie in gedruckten Lexika eine anderswo im selben Werk erklärte Bezeichnung (Schlagwort) zusammen mit einem Sonderzeichen unmittelbar davor oder dahinter als Hinweis auf die Existenz dieser Erklärung.

Wer dies nicht ganz versteht, hier in meinen Worten:

In Beiträgen, wie Tweets bei Twitter, werden Begriffe durch das Setzen des Raute-Zeichens direkt vor dem Wort (ohne Leerzeichen) hervorgehoben. Der Autor will damit ausdrücken, dass auf das Wort, das danach folgt, ein besonderes Augenmerk zu legen ist.

Die mit dem Raute-Zeichen gekennzeichneten Wörter werden automatisch mit der Schlagwort-Suche verlinkt. Wird nun nach einem bestimmten Hashtag gesucht, erscheinen im Suchergebnis alle Nachrichten mit den Worten die mit diesem Hashtag verlinkt wurden. Somit also alle für das Themengebiet relevanten Nachrichten.
Hashtags können hierbei sowohl im Fließtext integriert sein als auch am Ende der Nachricht stehen.

Beispiel für die Nutzung von Hashtag:

#Tosca in der Wiener #Volksoper war ein großer Erfolg. Es lohnt sich Tickets zu besorgen. #Puccini

Wie nutzt man aber Hashtags sinnvoll?

Die eine Möglichkeit ist, einen Hashtag selbst zu kreieren, in der Hoffnung, dass dieser auch von anderen Usern aufgegriffen wird. Mit ein bisschen Glück verbreitet sich der Hashtag und wird zum Synonym einer Diskussion, landesweit oder sogar  weltweit. Dies ist zum Beispiel 2013 gelungen, als das Hashtag #Aufschrei für deutschlandweite Bekanntheit sorgte. Die Twitter-Nutzerin Anne Wizorek führte es im Rahmen einer Sexismus-Debatte ein. Medien nutzten diesen Ausdruck als Schlagwort für weiterführende Sexismus-Berichterstattungen.

Möglich ist auch die Nutzung eines Hashtags, damit der Begriff auch von anderen gefunden wird. Das wird selbstverständlich im Marketing-Bereich eingesetzt, kann aber auch privat nützlich sein. So hat meine Tochter beispielsweise auf Instagram ein Foto von unserem Hund platziert und als Hashtag die Hunderasse #Deutschlanghaar angegeben. Auf diese Weise fand sie eine junge Frau in Österreich, mit einem Hund der gleichen Rasse, der offensichtlich ein Geschwisterl unserer „Nala“ ist.

Gleichermaßen kann man Hashtags setzen mit dem Firmennamen, Produktnamen oder Aktionsnamen oder Veranstaltungsnamen, damit Menschen, die diese Produkte, Aktionen, Veranstaltungen nutzen oder kennen, verbunden werden. Sie können sich darüber informieren oder austauschen.

Wo kann mit Hashtags gearbeitet werden?

Die für uns wichtigsten Kanäle, wo Hashtags funktionieren sind:

Nicht bei allen Kanälen wird das Hashtag gleichermaßen verwendet. Was in einem Kanal üblich ist, könnte im anderen unprofessionell wirken.

Dazu habe ich folgende Graphik von „likeableMedia“ gefunden, die einen Überblick über Hashtag-Richtlinien in den verschiedenen Kanälen bringt.

HashtagFrei übersetzt heißt es hier:

Pinterest:

Hashtags hier eher nicht verwenden. Pinterest setzt auf saubere, hashtagfreie Esthetik. Die Suche funktioniert auch ohne Hashtags sehr gut.

Facebook:

Hashtags hier seltener verwenden. Man kann sie setzten und es tut niemandem weh. Allerdings helfen sie auch nicht wirklich. Durch die privaten Einstellungen sind die Verschlagwortungen auch gar nicht nachzuverfolgen.

Instagram:

Das ist der Hashtag Hotspot. Angeblich kommt es zu mehr Interaktion bei Verwendung von 11 oder mehr #. Andrerseits sieht es eher „verzweifelt“ aus, wenn man mehr als 3-5 Hashtags setzt.

Twitter:

der eigentliche Ursprung des Hashtags. Tweets, die Hashtags verwenden, erhalten doppelt so viel Interaktion. Trotzdem erreichen Beiträge mit sehr vielen Hashtags eher das Gegenteil.

Etiquette

1.)    Keine zu langen Wortverbindungen.

2.)    Nicht jedes einzelne Wort behashtagen. Das ist unprofessionell.

3.)    Nie ein Leerzeichen oder Satzzeichen in die Begriffe setzen.

4.)    Begriffe fehlerlos schreiben.

Ein paar gute Beispiele für Instagram Hashtags findet ihr hier, bei Spiegel Online. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/instagram-hashtags-das-kleine-lexikon-a-1078620.html

Ich hoffe, das gibt euch Inspiration für eure eigenen Hashtags, die ihr nun hoffentlich nützlich einsetzen werdet.

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